Der Erfinder des V-Motors war Wilhelm Maybach. Das Datum der Erfindung ist der Redaktion jedoch nicht bekannt. Falls Sie es kennen, würden wir uns über eine kurze Mail freuen!
Mit dem Begriff V-Motor wird ein sog. mehrzylindriger Hubkolbenmotor mit gerader Zylinderzahl bezeichnet. Die Zylinder sind bei diesem Hubkolbenmotor auf zwei Zylinderbänke aufgeteilt, die in einem Winkel zueinanderstehen. Diese Motorenart ist neben dem sog. Reihenmotor eine der verbreitetsten Bauarten der Motoren. Der Anteil an V-Motoren ist vor allem bei Nutzfahrzeugen, wie zum Beispiel Bussen oder LKW, recht groß, aber auch bei den Antrieben für Schiffe oder Loks kommen sie zum Einsatz. V-Motoren verwendet man auch häufig bei Flugzeugen. Allerdings besitzen sie hier häufig oben liegende Kurbelwellen und hängende Zylinder. Diese Art von Motoren verfügt über eine beachtliche Reihe von Vorteilen, obwohl sie - wie jedes Produkt - auch Nachteile hat. Zu den hauptsächlichen Vorteilen zählen die halbierte Anzahl von Kurbelwellenkröpfungen und die geringe Baulänge. Dabei wird, im Gegensatz zu den Reihenmotoren, auch etwas Material und somit Gewicht eingespart. Dafür, und das ist ein erster Nachteil, sind V-Motoren grundsätzlich aufwendiger als Reihenmotoren mit gleicher Zylinderzahl. Das kommt dadurch, dass manche Teile in doppelter Ausführung vorhanden zu sein haben und auch aufgrund der komplexeren Form des Kurbelgehäuses. Im PKW ist zudem noch darauf zu achten, dass ein V-Motor nahezu immer zwei Auspuffstränge benötigt, die ihren Platz brauchen, der erst einmal vorhanden sein muss. Trotzdem erfahren die sog. V-Motoren eine vielfältige Anwendung, vor allem in den Bereichen, in denen man Verbrennungsmotoren einsetzt.
Ihre Zylinder sind - wie oben bereits erwähnt - in zwei Reihen, den sog. Zylinderbänken, angeordnet, die wiederum um die Kurbelwellachse zueinander geneigt sind. Diese Neigung, die auch als "Bankwinkel" bezeichnet wird, erfolgt in einem Winkel von einem bis zu hundertachtzig Grad. Dies aber nur in der Theorie, denn in der Praxis ist für diese Neigung ein Mindest-Bankwinkel erforderlich, ohne diesen Mindest-Bankwinkel sind die Vorteile der V-Anordnung nicht nutzbar. Dabei beeinflusst die Zylinderzahl allerdings den Bankwinkel, um die sog. Massenkräfte niedrig zu halten. Eine weitere Beeinflussung erfährt der Bankwinkel aber auch durch den, für die vorgesehene Motoranwendung, verfügbaren Bauraum. Hier werden meistens Winkel zwischen fünfundvierzig Grad und neunzig Grad verwendet. Es gibt aber auch V-Motoren, die eine sehr kleine Gradzahl des Bankwinkels aufweisen. Diese werden als sog. VR-Motoren bezeichnet und hin und wieder auch mit einer ungeraden Zylinderzahl hergestellt. Die Zylinder der V-Motoren, die sich in aller Regel gegenüberliegen sind im Normalfall leicht versetzt, wobei die Pleuel auf einem gemeinsamen Hupzapfen direkt nebeneinander an der sog. Kurbelwelle gelagert sind. In der Regel vermeiden die Hersteller von Fahrzeugen, die mit V-Motoren arbeiten aus diversen Gründen der Ersparnis von Kosten eine Anordnung derselben ohne Versatz. Diese Anordnung ohne Versatz wäre nämlich wesentlich teurer und würde zudem auch wesentlich aufwendigere und gegabelte Pleuel erfordern. So ist es für jeden Fahrzeugtyp möglich, einen Antrieb mittels V-Motoren herzustellen, der hin und wieder einige Besonderheiten aufweisen kann / muss..
Wer einmal einen V-Motor live vor sich haben will, ist im Land des Modellbaus am besten bedient. Zur genaueren Untersuchung "am lebenden Objekt" kann Technik-Geraete.de Hacker Motoren empfehlen. Diese gibt es in unzähligen Modellbau-Online-Shops.
Update: In der Wikipedia finden Sie inzwischen umfangreiche, weitere Informationen zum V-Motor.